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Ätztechnik

Ätztechnik à la Union-Klischee: von Medizintechnik bis zum Werbeartikel

 

Seit rund 50 Jahren fertigen wir bei Union-Klischee mit der Ätztechnik Formätzteile für
unterschiedlichste Einsatzzwecke und Anwendungen. Zu den vielfältigen Produkten, die wir mittels Sprühätzverfahren aus Feinblechen und Metallfolien herstellen, zählen neben

 

  • Abschirmblechen
  • Masseblechen
  • Blenden

 

feinstrukturierte Formätzteile wie

 

  • SMD-Schablonen
  • Codierscheiben
  • Feingittersiebe
  • Bauteile für Architekturmodelle

 

Ein besonderes Kompetenzfeld von Union-Klischee liegt in der Herstellung kleinster Leiterbahnen für Herzschrittmacher oder Defibrillatoren und ihrer festen, zuverlässig isolierten Anordnung in dem von uns patentierten IsoLam®-Verfahren. Durch die Konfektionierung mit dem IsoLam®-Verfahren können die geätzten Leiterbahnen anschließend zu flexiblen, dreidimensionalen Verdrahtungsbändern verarbeitet werden, die sich optimal an den zur Verfügung stehenden Einbauraum anpassen lassen.

Sollten auch Sie etwas ganz Spezielles ätzen lassen wollen, fragen Sie uns. Wir beraten Sie gern von der Idee bis hin zum fertigen Produkt und finden eine individuelle Lösung!

 

 

Echt ätzend – und ideal zur Fertigung komplexer Präzisionsteile

 

Obwohl sich heute mit moderner Stanztechnik oder mit Laserschneidverfahren auch sehr feine Formteile erzeugen lassen, bietet sich die Ätztechnik bei der Fertigung komplexer, miniaturisierter Präzisionsteile nach wie vor als technisch und wirtschaftlich überlegenes Verfahren an: Zum einen gewährleistet Ätzen als photochemisches Metallbearbeitungsverfahren einen präzisen Werkstoffabtrag ohne äußere Krafteinwirkung, zum anderen können kleinere und mittlere Stückzahlen in kürzesten Zeitspannen und zu vergleichsweise niedrigen Kosten  realisiert werden.

Das sogenannte Sprühätzverfahren, das bei Union-Klischee angewendet wird, hat sich dabei als besonders kosten- und zeiteffiziente Methode bewährt: Beim Sprühätzen werden die Dünnbleche oder Metallfolien mit einer lichtempfindlichen Schicht versehen, auf die das gewünschte Motiv aufbelichtet wird. Während die belichteten Partien aushärten, bleibt die Beschichtung auf den unbelichteten Partien wasserlöslich und wird ausgewaschen. Bei anschließenden Ätzvorgang, bei dem eine Berieselung der Bleche oder Folien mit Ätzmittel erfolgt, wird der unbelichtete Teil entweder ganz weggeätzt oder durch Anätzung vertieft, während der belichtete Teil stehen bleibt.

Durch Anätzungen lassen sich die Werkstücke in einem Durchgang und ohne weitere erforderliche Bearbeitungsschritte mit Sollbruchstellen, Biegekanten oder Kennzeichnungen versehen.

 

 

Material egal – Ätztechnik geeignet für alle Metalle

 

Die Ätztechnik ermöglicht die Fertigung von Formteilen aus unterschiedlichsten Metallen mit verschiedenen Härtegraden. Bei Union-Klischee verarbeiten wir zum Beispiel:

·         Neusilber

·         Edelstahl

·         Messing

·         Kupfer

·         Bronze

·         Nickel

·         Konstantan

in Materialstärken von 0,02 mm bis 1,0 mm, es sind auch aber auch andere Materialien möglich. Standardmäßig verwenden wir dabei Bögen mit 300 x 400 mm-Abmessungen, auf Anfrage können wir jedoch auch andere Maße bearbeiten. Abhängig von Material und Format erreichen wir Fertigungstoleranzen von durchschnittlich ±0,02 mm bis ±0,2 mm.

Unsere Arbeit erfolgt auf Grundlage des Qualitätsmanagements nach der aktuellen Norm der DIN EN ISO 9001.

Warum nicht stanzen? Sprühätzverfahren und Stanztechnik im Vergleich

 

Wo es darum geht, kontinuierlich große Formteil-Stückzahlen mit Materialstärken ab 1 mm aufwärts zu produzieren, zeigt sich die Stanztechnik anderen Verfahren in wirtschaftlicher Hinsicht überlegen. Ein typisches Anwendungsbeispiel bietet hier etwa der Automobilbau, in dem hohe Anzahlen robuster Stanzteile aus dickeren Blechen verarbeiteten werden.

 

Da die Erstellung der Werkzeuge jedoch mit hohen Kosten verbunden ist, wird das Stanzen von Formteilen mit abnehmenden Stückzahlen zunehmend unrentabel. Hinzu kommt, dass das Stanzen als spanendes Verfahren zu Spannungen und Verformungen des Materials führen kann. In jedem Fall aber ist eine Gratbildung an den Stanzkanten nicht zu vermeiden, sodass die Werkstücke einer Nachbearbeitung bedürfen.

 

Abgesehen davon, dass beim Ätzen von Formteilen Spannungen, Verformungen oder Gratbildungen grundsätzlich vermieden werden, lassen sich mit dem photochemischen Verfahren erheblich geringere Toleranzen erzielen – eine wesentliche Voraussetzung zur Realisierung komplizierter und feinster Strukturen.

 

Auch eine dem Anätzen vergleichbare Vorbearbeitung zur Kennzeichnung oder zur Vorbereitung von Biegekanten ist beim Stanzen nicht möglich. Nicht zuletzt eignet sich Stanztechnik aus Rentabilitätsgründen nicht für Kleinserien, während die Ätztechnik dank computergestützter Filmherstellung per CAD/DTP sowohl eine sehr kostengünstige Produktion von Nullserien oder kleinen und mittleren Stückzahlen als auch die wirtschaftliche Produktion großer Losgrößen gestattet.

 

Zu den weiteren Vorteilen des Sprühätzverfahrens zählt darüber hinaus die kurze Zeitspanne zwischen der Erstellung des Entwurfs und der Herstellung der Formätzteile. Zudem besteht bei dieser Prozedur die Option, auch verschiedene Designs auf einem Bogen unterzubringen.

Laserschneiden von Formteilen

 

Grundsätzlich bietet auch das Laserschneiden eine Alternative zum Ätzen oder Stanzen von Formteilen, die sich dank immer leistungsfähigerer Laser in vielen Branchen der Industrie etabliert hat. Anders als die Stanztechnik ist der Einsatz des Laserschneidverfahrens auch zur Erzeugung kleinerer Stückzahlen wirtschaftlich vertretbar, wobei die hohe Präzision und Intensität moderner Laser eine Genauigkeit beim Formschneiden gewährleistet, die mit der Güte der Ätztechnik vergleichbar ist. Die thermische Materialbelastung, die beim Laserschneiden dicker Bleche zu Gratbildungen an den Schnittkanten führen kann, spielt bei der Bearbeitung dünner Bleche keine Rolle.

 

Allerdings sind zum einen die Anschaffungs- und Betriebskosten von Laseranlagen hoch, zum anderen stoßen Schneidlaser durch die erreichbaren Mindesttoleranzen bei der Herstellung komplexer Formteile mit durchbrochenen Strukturen an technische Grenzen. Wenn zum Beispiel wie bei Feinsieben filigrane Gewebe strukturiert oder kleinste Durchlassöffnungen im hundertstel Millimeterbereich realisiert werden sollen, sind Schneidlaser aufgrund einer ihrer Mindestschnittspaltbreite von 0,1 mm nicht mehr geeignet. Mit dem Ätzverfahren hingegen können wir, abhängig von der Blechstärke, noch Materialdurchbrüche mit Durchmessern bis zu 0,02 mm erzielen.

 

 

Ätztechnik – universell, flexibel, schnell und kostengünstig

 

Aus unserer kurzen Betrachtung der gängigen Technologien und der Abwägung von Vor- und Nachteilen werden die universellen Vorzüge der Ätztechnik deutlich. Jedes Verfahren bietet für spezifische Produktionsanforderungen seine eigenen wirtschaftlichen und technischen Stärken: Stanztechnik erweist sich bei der kontinuierlichen Erzeugung großer Stückzahlen als wirtschaftliche Produktionsmethode; wo hingegen massive Bleche mit maximaler Präzision auch in kleineren Stückzahlen verarbeitet werden, kommt das Laserschneiden als Mittel der Wahl in Betracht. Bei der Formteilerzeugung aus Blechdicken bis zu 1,5 mm und der Feinstrukturierung sind die Präzision, Zeitersparnis und Kostenvorteile der Ätztechnik bzw. der Sprühätztechnik unschlagbar. Die Werkzeuge, sprich: die Photomasken, lassen sich digital und zu sehr günstigen Konditionen erzeugen und jederzeit anpassen – weitere Werkzeugkosten fallen nicht an. Da sich das photochemische Ätzen für unterschiedlichste Metalle und Härtegrade eignet, hat auch die Wahl des Materials so gut wie keinen Einfluss auf die Höhe der Kosten. Die kurze Zeitspanne zwischen Entwurf und Ausführung gewährleistet eine rasche, effiziente Umsetzung von Nullserien. Auftraggeber profitieren von der hohen Flexibilität bei kurzfristige Entwurfsänderungen oder Design-Anpassungen. Dabei eröffnet eine Berechnung pro Blech die Möglichkeit, verschiedene Geometrien kostensparend auf einem Blech unterzubringen. Am Ende des Ätzprozesses steht ein fertiges Produkt, das aufgrund der unterbleibenden Gratbildung an Werkstückkanten keine Nachbearbeitung erfordert und bei dem ggf. die gewünschten Beschriftungen oder Kennzeichnungen bereits während der Ätzung in einem Durchgang aufgebracht wurden.

 

 

Weiterverarbeitung und Veredelung Ihrer Produkte

 

Neben der Formteilherstellung bieten wir Ihnen umfassende Dienstleistungen im Bereich der Weiterverarbeitung und Veredelung.

 

  • biegen
  • vereinzeln
  • lackieren
  • bedrucken

 

wir die Produkte. Auch das

 

  • Laminieren
  • Vergolden
  • Vernickeln
  • Prägen der Formteile

 

zählen zu unseren Leistungen. Wenn Sie darüber hinaus zusätzliche Wünsche haben oder mehr zu unserem Ätztechnik-Verfahren wissen möchten, rufen Sie uns einfach an, schreiben eine Mail oder verwenden Sie unser Kontaktformular für Ihre Anfrage. Wir beraten Sie gerne.